Finishing – Die Nachbearbeitung von 3D Druckteilen

Noch vor wenigen Jahren waren 3D Drucker viel bestaunte technische Spitzenprodukte. Heute sind sie jedoch zunehmend sogar in Privathaushalten anzutreffen und werden beispielsweise im Modellbau eingesetzt. Nach dem Drucken sind die Teile jedoch noch nicht fertig. Sie benötigen ein Finishing.

Damit wird eine Endbehandlung oder Nachbehandlung bezeichnet, die das gedruckte Bauteil noch zu durchlaufen hat, ehe es gebrauchsfertig ist. Beim Finishing handelt es sich um eine Art Oberflächenveredelung von 3D Druck Bauteilen. Der Ausdruck wird auch bei anderen Produkten, zum Beispiel bei der Produktion von Papier, benutzt. Durch die Nachbearbeitung sieht Ihr Modell noch hochwertiger aus. zudem können Sie das Finishing benutzen, um Druckfehler auszubessern oder zumindest zu kaschieren. Die Nachbearbeitung erlaubt es Ihnen auch, Ihren Modellen mehr Details hinzuzufügen und sie persönlicher zu gestalten.
Die wichtigste Nachbearbeitung besteht in der Entfernung des Stützmaterials. Das Stützmaterial wird mitgedruckt, um dem Modell während des Druckvorgangs zusätzlichen Halt zu geben. Nach dem Abschluss des Druckens wird es nicht mehr benötigt. Sie können es mit einem Seitenschneider oder einer Zange entfernen und die verbleibenden Reste vorsichtig abschleifen. Viele Modelle bestehen aus mehreren Teilen. Diese müssen miteinander verbunden werden. Dafür wird üblicherweise ein 2-Komponenten Kleber auf der Basis von Epoxidharz benutzt. Im nächsten Schritt des Finishing müssen raue Stellen der Nähte und Lücken in den Teilen mit Füllmaterial geglättet und aufgefüllt werden. Für kleine Stellen können Sie beim Finishing auch Epoxidharz verwenden. Die letzte Etappe des Finishing bildet die Lackierung für 3D Modelle. Zunächst bringen Sie die Grundierung auf. Danach müssen Sie warten, bis die Farbe getrocknet ist. Danach können Sie mit den Farben Ihrer Wahl das Modell mit Ihren individuellen Motiven versehen. Wenn Sie möchten, können Sie die Oberflächenveredelung von 3D Druck Bauteilen noch weiter fortsetzen, indem Sie die Lackierung für Ihre 3D Modelle mit einem so genannten Sealer versiegeln. Sie können das Finishing matt oder glänzend wählen.
Der Prozess des Finishing im Modellbau ist langwierig und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Sie müssen einen Schritt nach dem anderen vollziehen. Zum Beispiel können Sie mit der Oberflächenveredelung von 3D Druck Bauteilen nicht eher beginnen, bevor das Epoxidharz zum Kleben der Bauteile ausgehärtet ist. Auch das Füllmaterial zum Schließen von Lücken oder zum Glätten rauer Stellen bei den Nähten benötigt einige Zeit, um sich mit dem Material des Modells zu verbinden. Lackieren Sie die Teile in mehreren Schichten, muss die unterste Schicht erst ausgehärtet sein, bevor Sie das Finishing fortsetzen können. Verwenden Sie nur Lacke oder Farben, die der Hersteller Ihres 3D Druckers empfiehlt. Legen Sie sich vor Beginn des Finishing alle notwendigen Materialien und Arbeitsmittel bereit. Vergessen Sie bei der Oberflächenveredelung von 3D Druck Bauteilen auch den Arbeitsschutz nicht! Die Arbeiten für das Finishing sollten nur in einem gut belüfteten Raum stattfinden. Beim Lackieren sollten Sie Atemschutzmaske, Handschuhe und eine Schutzbrille tragen, damit keine Schadstoffe in die Augen, auf die Haut oder in die Atemwege gelangen.
Die beste Quelle dafür ist das Internet. Dort finden Sie beispielsweise auf YouTube Erklär-Videos, die Ihnen genau zeigen, wie die einzelnen Schritte ablaufen müssen. In Onlineshops und Katalogen können Sie sich Anregungen zum Thema Lackierung für 3D Modelle holen. Es gibt auch eine ganze Reihe von Foren, in denen Sie mit Gleichgesinnten Erfahrungen austauschen können. Dort finden Sie zudem jede Menge praktischer Tipps und Tricks, die Ihnen das Finishing erleichtern. Probieren Sie es einfach mal aus, es ist gar nicht so schwer!
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